„Neubau ist eine große Chance in Zeiten der Energiewende“

„Wer in diesen Tagen neu baut, hat die große Chance seinen Energiebedarf und damit auch seine Energiekosten dauerhaft deutlich zu senken“, sagte TWO-Technikchef Jens Kohlmeier Donnerstagabend. Die Stadt Halle hatte zu einem zweiten Infoabend für die Weidenkamp-Bauherren ins Rathaus eingeladen.

Kehrseite der historischen Chance sei der Stand der Energiewende: „Wir befinden uns im ersten Drittel, ein hoher Strompreis und die aktuell wackelige Förderpolitik macht derzeit die Wahl des richtigen Systems zu einer großen Herausforderung“, so Kohlmeier. Sein Stellvertreter Bernd Possehl stellte Alternativen vor und wagte Vergleiche. Sein Fazit für die Erbauer von Einfamilienhäusern: „Wer es sich leisten kann, sollte innovative Systeme wie ein Nano-BHKW wagen.“ Wer jedoch mit dem letzten Euro rechnen müsse, für den sei eine Erdgas-Brennwertheizung noch erste Wahl.

Attraktiv sei aktuell eine eigene Stromerzeugung, sofern man einen großen Teil selbst nutzen könne: „Für Mietshäuser, gerade, wenn mehrere nah beieinander stehen, sollte man prüfen, ob sich ein Blockheizkraftwerk rechnet“, so Possehl. In jedem Fall sollten Bauherren Reserveraum einplanen, um die Wärme- Kälte- und Stromversorgungstechnik ihres Hauses zukünftig weiter optimieren zu können.

Wer vor dem 30. April seinen Bauantrag stellt, darf nach den Regeln der Energie-Einsparverord­nung (EnEV) 2009 bauen. Danach fordert die EnEV 2014 einen um weitere 12,5 Prozent verringerten Heizenergieverbrauch. Kohlmeier und Possehl rieten dazu, die Verträge mit den Baufirmen besonders in Bezug auf die EnEV-Neuregelung zu prüfen. Denn daran hingen nicht nur oft Fördermittel und Zuschüsse sondern auch die Unterhaltskosten des Eigenheims.

Die TWO, so die Referenten, habe mit dem Bau einer Gasleitung in das Neubaugebiet Weidenkamp alles getan, damit die Bauherren die freie Wahl haben. Technische Alternativen gebe es, diese seien aber bei den Bauherren unbeliebt: „Der Aufbau eines Nahwärmenetzes mit zentraler Heizanlage und Anschlusszwang oder die Empfehlung, den verbleibenden Wärmebedarf besser mit Strom abzudecken, finden noch keine Akzeptanz“, berichtete Possehl.

Foto von Bernd Possehl, Jens Kohlmeier und Heinz-Udo Lakemper

Stellten sich Donnerstagabend den Energie-Fragen der Weidenkamp-Bauherren: (von links) Bernd Possehl und Jens Kohlmeier von der TWO sowie Heinz-Udo Lakemper, Baulandmanager im Haller Rathaus.

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